Mohammed al-Wahidi, ein leitendes Mitglied der größten ägyptischen Hilfsorganisation in Gaza, wurde bei einem israelischen Luftangriff auf ein Taxi in Gaza-Stadt getötet, zusammen mit drei weiteren Personen, darunter zwei Kinder [1][4]. Al-Wahidi hatte öffentliche WM-Übertragungen für vertriebene Palästinenser organisiert und koordinierte Nothilfe mit Lebensmitteln und Lagern [2][3][13]. Sein Sohn Fawaz erklärte, sein Vater habe 'worked hard to bring some entertainment to the people, to the displaced, to us, and everyone who suffers in Gaza' [hart daran gearbeitet, den Menschen, den Vertriebenen, uns und allen, die in Gaza leiden, etwas Unterhaltung zu bringen] und versucht, die Spiele in die Nähe der Zelte und zerstörten Unterkünfte zu bringen [1][4][18]. Das Ägyptische Hilfskomitee bezeichnete ihn als 'a leading figure in community reconciliation and a respected national and social personality' [eine führende Persönlichkeit in der Versöhnung der Gemeinschaft und eine angesehene nationale und soziale Persönlichkeit] [15], und sein Sprecher gab an, er habe gerade ein Treffen zur Versöhnung in der Nachbarschaft verlassen, als der Angriff erfolgte [3]. Der Aktivist Mohammed Hmeid beschrieb al-Wahidi als 'a door to hope that opened every day for displaced people and those who had lost everything' [eine Tür zur Hoffnung, die sich jeden Tag für Vertriebene und diejenigen, die alles verloren hatten, öffnete] [2][16].
Das israelische Militär erklärte, es habe einen Hamas-Aktivisten getroffen und sei sich der Berichte bewusst, dass unbeteiligte Personen getötet wurden [2][4][13]. Das Militär teilte mit, der Vorfall werde geprüft und man bedauere jeden Schaden für unbeteiligte Personen [3][15]. Auf eine Anfrage zur Identität des angeblichen Kämpfers antwortete es nicht [4]. Keine palästinensische militante Gruppe hat einen der vier Toten als einen der Ihren beansprucht [4].
Al-Wahidi war zuvor von der Hamas wegen seiner Opposition gegen die Gruppe gefoltert worden und setzte sich für Frieden mit Israelis ein [12][14]. Sein Sohn Fawaz wurde mit den Worten zitiert: 'What we need is peace. May God have mercy on my father' [Was wir brauchen, ist Frieden. Möge Gott meinem Vater gnädig sein] [12].
Ägyptische Sicherheitsquellen berichteten, dass ein hochrangiger ägyptischer Beamter al-Wahidis Tod direkt bei Israel zur Sprache brachte und die anhaltenden Tötungen in Gaza sowie die Behinderung der Arbeit des ägyptischen Hilfskomitees verurteilte [1][4][18]. Die Tötung löste in ganz Gaza Trauer aus und führte zu Würdigungen in den sozialen Medien [2][17].
Der palästinensische Hilfsfahrer Ahmad Esleem wurde von einem israelischen Soldaten in der Nähe des Grenzübergangs Kerem Shalom in den Kopf geschossen [5]. World Central Kitchen bestätigte die Tötung des Fahrers Ahmad Nasser Saleem beim Transport von Gütern vom Grenzübergang und erklärte: 'Humanitarian aid deliveries should never be a target' [Humanitäre Hilfslieferungen sollten niemals ein Ziel sein] [7][21]. Ein anderer Fahrer, Diaa Mansour, beschrieb, wie Soldaten die Fahrer aus ihren Lastwagen befahlen, ihn zwangen, sich auszuziehen und in der Sonne zu sitzen, und dann auf Esleem schossen, während seine Hände erhoben waren [5][8]. Jihad Esleem, stellvertretender Leiter der Vereinigung der Transportunternehmen in Gaza, nannte es 'a field execution and a deliberate killing of a civilian driver who had complied with all instructions' [eine Hinrichtung vor Ort und eine vorsätzliche Tötung eines zivilen Fahrers, der alle Anweisungen befolgt hatte] und erklärte, der Konvoi sei vollständig über das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen und WCK koordiniert gewesen [5]. Eyad Esleem, Eigentümer des Transportunternehmens, sagte, fünf Fahrer hätten seit dem Vorfall gekündigt und würden nicht an den Grenzübergang zurückkehren [5].
Das israelische Militär lieferte eine abweichende Darstellung und erklärte, die Truppen hätten drei Hilfslastwagenfahrer identifiziert, die entgegen den festgelegten Verfahren angehalten und ihre Fahrzeuge verlassen hätten, und der Fahrer eines weiteren Lastwagens sei auf die Truppen zugerannt, was ein Protokoll zur Festnahme von Verdächtigen ausgelöst habe, bevor die Soldaten das Feuer eröffneten, nachdem sie eine unmittelbare Bedrohung wahrgenommen hätten [5][8]. Der Vorfall wird geprüft [5].
Israelische Streitkräfte erschossen und töteten zudem ein Kind, das als Muhammad Abu Khamash identifiziert wurde, östlich von Deir al-Balah im zentralen Gazastreifen [6].
Zwei israelische Menschenrechtsorganisationen, B'Tselem und Physicians for Human Rights-Israel, warfen Israel Völkermord in Gaza vor [9]. B'Tselems Exekutivdirektorin Yuli Novak erklärte, eine Untersuchung der Politik Israels und ihrer Ergebnisse "leads us to the unequivocal conclusion that Israel is taking co-ordinated action to intentionally destroy Palestinian society in the Gaza Strip" [führe uns zu dem eindeutigen Schluss, dass Israel koordinierte Maßnahmen ergreift, um die palästinensische Gesellschaft im Gazastreifen vorsätzlich zu zerstören] [9]. Dr. Guy Shalev von PHRI sagte: "Silence in the face of genocide is not an option" [Schweigen angesichts von Völkermord ist keine Option] [9]. Der Sprecher der israelischen Regierung, David Mencer, wies die Anschuldigung zurück und erklärte: "Our defence forces target terrorists and never civilians. Hamas is responsible for the suffering in Gaza" [Unsere Verteidigungskräfte zielen auf Terroristen und niemals auf Zivilisten. Die Hamas ist für das Leid in Gaza verantwortlich] [9].
Eine Koalition von neunzehn israelischen Menschenrechtsgruppen verurteilte die Streichung der Registrierung von siebenunddreißig internationalen humanitären Organisationen, die in Gaza und im Westjordanland tätig sind, durch die Regierung und warnte, dass der humanitäre Zugang seit Oktober 2023 stark eingeschränkt sei [10].
Hamas-Sprecher Hazem Qassem wies israelische Behauptungen, die Gruppe habe geplant, Soldaten zu entführen, zurück und nannte sie "ادعاءات كاذبة ولا أساس لها من الصحة، ومحاولة من الاحتلال لتبرير خروقاته لاتفاق وقف إطلاق النار" [falsche Behauptungen ohne jede Grundlage in der Wahrheit und ein Versuch der Besatzung, ihre Verstöße gegen das Waffenstillstandsabkommen zu rechtfertigen] [11]. Daten des Amtes der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten zeigten, dass Israel seine kontrollierten Zonen in Gaza seit Beginn des Waffenstillstands auf fast fünfundsechzig Prozent des Gebiets ausgeweitet hat, was über vierzehntausend Haushalte betrifft [20].
Das Gesundheitsministerium von Gaza meldete, dass während des Waffenstillstandszeitraums mindestens 1.092 Palästinenser getötet und mehr als 3.507 verwundet wurden (El País berichtete von 1.072), wobei seit Beginn des Krieges im Oktober 2023 mehr als 73.000 getötet wurden [1][3][4]. Die Vereinten Nationen verzeichneten die Tötung von mindestens 593 humanitären Helfern seit Kriegsbeginn, darunter acht seit der Vereinbarung des Waffenstillstands [2][16].
Ägyptens Fußball-Nationaltrainer Hossam Hassan nutzte die WM-Bühne, um zur Solidarität mit dem palästinensischen Volk aufzurufen, und erklärte: "Before I am an Arab, Muslim, Christian or anything else, I am a human... Please let the Palestinian people live" [Bevor ich Araber, Muslim, Christ oder irgendetwas anderes bin, bin ich ein Mensch... Bitte lasst das palästinensische Volk leben] [19].
Der Transportverband hat angedeutet, dass er den Betrieb am Grenzübergang Kerem Shalom nach der Tötung des Fahrers aussetzen könnte [5], während das israelische Militär erklärt, dass sowohl der Angriff auf al-Wahidi als auch der Vorfall mit dem Hilfsfahrer weiterhin geprüft werden [3][5].