Die Vereinigten Staaten führten eine dritte Welle von Angriffen auf etwa 140 iranische Militärziele durch, nachdem die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) das unter zyprischer Flagge fahrende Containerschiff M/V GFS Galaxy in der Straße von Hormus attackiert hatte, wobei ein indisches Besatzungsmitglied vermisst wird und erheblicher Schaden im Maschinenraum entstand [3][7][18]. Das US-Zentralkommando (CENTCOM) erklärte, die Angriffe zielten darauf ab, die Fähigkeit Irans, zivile Seeleute und Handelsschiffe beim Durchqueren der Straße anzugreifen, weiter zu schwächen [3][5]. Iranische Vertreter meldeten Opfer durch die US-Angriffe, wobei örtliche Behörden einen Toten und vier Verwundete in der Provinz Chuzestan meldeten [10] und iranische Medien von einem Toten und zwei Verwundeten auf der Insel Farur berichteten [33]. Ein Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums erklärte, dass die Angriffe der beiden vorangegangenen Wellen mindestens 17 Menschen getötet und 115 weitere verwundet hätten [26]. Die IRGC erklärte, das Schiff habe Warnungen missachtet und sei auf einer nicht genehmigten Route unterwegs gewesen [15][26]. Oman meldete, dass 23 Besatzungsmitglieder gerettet wurden, und bestellte den iranischen Botschafter ein, um gegen Drohnenangriffe auf sein Territorium zu protestieren [5][7]. Indien bestätigte, dass einer seiner Staatsangehörigen von der GFS Galaxy vermisst wird [41].

Präsident Donald Trump erklärte die Straße für offen und betonte, dass US-Streitkräfte dies mit Gewalt durchsetzten, mit den Worten: "It's open. We bombed the hell out of them last night" [Sie ist offen. Wir haben sie letzte Nacht in Grund und Boden bombardiert] [11][27]. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte: "Iran made a poor choice. Now they pay" [Der Iran hat eine schlechte Wahl getroffen. Jetzt zahlt er dafür] [3][26]. Das von der US-Marine geführte Joint Maritime Information Center meldete, dass die Durchfahrt durch die südliche Route der Straße weiterhin möglich sei, die Sicherheitsbedrohung jedoch ernst bleibe [9][11]. CENTCOM-Sprecher Tim Hawkins sagte gegenüber CNN, dass US-Flugzeuge einen iranischen Marschflugkörper und eine Einweg-Angriffsdrohne abgeschossen hätten [5].

Die iranische Behörde der Straße von Hormus gab bekannt, dass die Durchfahrt durch die Straße aufgrund der jüngsten illegalen Bewegungen von US-Militärkräften derzeit nicht möglich sei [5][27]. Die Iranische Revolutionsgarde erklärte, die Straße werde bis zum Ende der US-Einmischung in der Region geschlossen bleiben [7][8]. Ebrahim Rezai, Sprecher der Nationalen Sicherheitskommission des iranischen Parlaments, erklärte: "Hürmüz Boğazı'nı güçle aldık ve yine güçle koruyacağız" [Wir haben die Straße von Hormus mit Gewalt genommen und werden sie mit Gewalt schützen] [12]. Mohsen Rezaee, ranghoher Berater des obersten Führers Irans, bezeichnete die Straße als "more important than dozens of atomic bombs" [wichtiger als Dutzende Atombomben] und sagte, die Islamische Republik werde sie schützen [11][22]. Das iranische Khatam al-Anbiya-Hauptquartier betonte, die Straße sei nicht der "aggressive US playground" [aggressive Spielplatz der USA], sondern ein Gebiet unbestrittener iranischer Souveränität [19].

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baqaei, wies die Darstellung einer symmetrischen militärischen Konfrontation zurück und erklärte: "This is not a 'military confrontation.' It is the continuation of a blatant and unprovoked act of aggression initiated on 28 February by the United States and Israel" [Dies ist keine ‚militärische Konfrontation'. Es ist die Fortsetzung eines eklatanten und grundlosen Aggressionsakts, der am 28. Februar von den Vereinigten Staaten und Israel eingeleitet wurde] [6][27]. Das iranische Außenministerium verurteilte die US-Angriffe und warf Washington vor, alle diplomatischen Bemühungen der vergangenen Monate zunichte gemacht und nahezu sämtliche Bedingungen des Juni-Memorandums offen verletzt zu haben [21]. Außenminister Abbas Araghchi beschuldigte die USA, das Waffenstillstandsabkommen verletzt zu haben, und schrieb: "There can only be mutual compliance" [Es kann nur gegenseitige Einhaltung geben] [14][7].

Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf, Irans Chefunterhändler mit den USA, erklärte: "The era of one-sided deals is OVER. We told you: keep your word or pay the price. Reality is knocking" [Die Ära einseitiger Abkommen ist VORBEI. Wir haben es euch gesagt: Haltet euer Wort oder zahlt den Preis. Die Realität klopft an] [3][7][13]. Irans neuer Oberster Führer, Ayatollah Mojtaba Khamenei, schwor, die Tötung seines Vorgängers und Vaters zu rächen, und erklärte: "We pledge to avenge the blood of the martyred leader and all the martyrs" [Wir schwören, das Blut des Märtyrerführers und aller Märtyrer zu rächen] [7][14][18].

Irans Vergeltungsschläge zielten auf US-Militäreinrichtungen in mehreren Golfstaaten. Die Iranische Revolutionsgarde erklärte, sie habe ein Kommando- und Kontrollzentrum sowie Drohnenhangars in Jordanien zerstört, eine US-Radaranlage in Kuwait angegriffen, US-Trägerunterstützungsplattformen im Hafen von Duqm in Oman attackiert und ein Wartungszentrum für Düsenflugzeuge in Katar zerstört [5][25][17]. Das katarische Innenministerium meldete drei Verletzte, darunter ein Kind, durch herabfallende Splitter und machte den Iran rechtlich voll verantwortlich [2][26]. Das bahrainische Innenministerium ließ Warnsirenen ertönen und forderte die Bewohner auf, Schutz zu suchen [2][10]. Die kuwaitische Armee gab bekannt, sie habe feindliche Luftziele im kuwaitischen Luftraum bekämpft [2][22]. Das Verteidigungsministerium der VAE erklärte, Luftabwehrsysteme hätten ballistische Raketen, Marschflugkörper und Drohnen aus dem Iran abgewehrt [2][12]. Die jordanischen Streitkräfte bestätigten, dass drei iranische Raketen auf jordanischem Gebiet eingeschlagen seien und begrenzten Sachschaden verursacht hätten [12][28].

Das kuwaitische Außenministerium verurteilte die iranischen Angriffe als schwere Verletzung der Souveränität Kuwaits [2]. Das saudi-arabische Außenministerium verurteilte wiederholte iranische Angriffe auf Länder der Region und wies Verletzungen ihrer Souveränität zurück [12]. Ägypten verurteilte die Angriffe als eklatante Verletzung der Souveränität der betroffenen Länder [33]. Das irakische Außenministerium warnte vor Risiken für die regionale Sicherheit und rief zum Dialog auf [33][21]. Der diplomatische Berater der VAE, Anwar Gargash, schätzte die Chance auf ein Abkommen zwischen den USA und dem Iran auf fifty-fifty und warnte, dass jegliche Kontrolle über die Straße einen gefährlichen Präzedenzfall schaffen würde [45].

UN-Generalsekretär Antonio Guterres erklärte, er sei "deeply concerned by the serious escalation" [zutiefst besorgt über die ernste Eskalation] und forderte den Iran und die Vereinigten Staaten dringend auf, die Verhandlungen wieder aufzunehmen und größtmögliche Zurückhaltung zu üben [23][21]. Pakistans stellvertretender Premierminister und Außenminister Ishaq Dar sagte seinem iranischen Amtskollegen, dass Dialog und Diplomatie der einzig gangbare Weg zur Beilegung von Streitigkeiten blieben [7][27]. Omans Außenminister Badr Albusaidi traf sich mit dem iranischen Außenminister Araghchi, um Mechanismen für die sichere Durchfahrt von Schiffen durch die Straße zu erörtern [4]. Oman legte Berichten zufolge einen Vorschlag für eine gebührenfreie Durchfahrt durch die südliche Route der Straße in omanischen Hoheitsgewässern vor, wobei für den nördlichen Korridor eine vorherige iranische Genehmigung erforderlich wäre [8][14].

Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) der Vereinten Nationen verurteilte Angriffe auf Handelsschiffe und forderte die Mitgliedstaaten auf, die einseitige Entscheidung Irans zur Kontrolle der Straße abzulehnen [36][23]. Die IMO meldete, dass rund 6.000 Seeleute im Golf festsäßen und ein Evakuierungsplan aufgrund von Sicherheitsrisiken ausgesetzt worden sei [43][23], obwohl andere Schätzungen die Zahl der festsitzenden Seeleute auf über 20.000 bezifferten [35]. Internationale Rechtswissenschaftler argumentierten, dass der Versuch Irans, die Straße zu schließen oder Durchfahrtsgebühren zu erheben, nach dem UN-Seerechtsübereinkommen rechtlich unhaltbar sei. Alexander Lott, Forscher am norwegischen Zentrum für Seerecht, argumentierte, dass es keine faktische Blockade gebe und Schiffe neutraler Staaten weiterhin ihr Recht auf Transitdurchfahrt ausüben könnten [42]. Valentin Schatz, Professor für internationales Recht an der Leuphana-Universität, erklärte, dass eine allgemeine Durchfahrtsgebühr mit dem Seerecht unvereinbar sei [48]. Jennifer Parker, Gastprofessorin an der University of Western Australia, argumentierte, dass der Iran aufgrund rechtlicher, operativer und politischer Hindernisse mit der Erhebung einer Gebühr scheitern würde [37].

Festsitzende Seeleute beschrieben psychische Belastungen und gestiegene Kosten. Kapitän Shafiqul Islam vom bangladeschischen Schiff Banglar Joyjatra sagte: "انگار در یک برکه گیر افتاده‌ایم. فقط یک راه برای خروج وجود دارد و آن هم هرمز است" [It's like we're trapped in a pond. There's only one way out, and that's Hormuz] [Es ist, als wären wir in einem Teich gefangen. Es gibt nur einen Weg hinaus, und das ist Hormus] [34]. Leitender Ingenieur Rashedul Hasan berichtete, dass der Preis für Wasser für das Schiff von 1.500 bis 2.000 US-Dollar auf 11.000 US-Dollar gestiegen sei [34]. Der indische Seemann Salman Siddiqui beschrieb die tägliche Routine, die Nacht zu überleben zu planen und zu beten, nicht zum Ziel zu werden [35]. Die Internationale Transportarbeiter-Föderation warnte, dass der Krieg die Verwundbarkeit der Seeleute erhöht habe, wobei viele mit verspäteten Löhnen, Nahrungsmittelknappheit und psychischen Belastungen konfrontiert seien [35].

Die Prämien für Kriegsrisikoversicherungen stiegen auf 2 bis 6 Prozent des Schiffswerts und würden laut Marcus Baker, globaler Leiter des Bereichs Marine bei Marsh, erst nach einer dauerhaften Waffenruhe sinken [40]. Energiemarktanalyst Bill Farren-Price, Leiter der Gasforschung am Oxford Institute for Energy Studies, warnte, dass die Situation einem Angebotsschock für den globalen Energiemarkt gleichkomme und es keine realistische militärische Lösung gebe, um die Straße vollständig zu sichern [38]. Die Ölpreise stiegen um über 3,5 Prozent, wobei WTI nach den Angriffen auf über 74 US-Dollar pro Barrel kletterte [10]. Baron Waqa, Generalsekretär des Pazifischen Inselforums, warnte, dass unterbrochene Treibstofflieferketten wesentliche Dienstleistungen und Lebensgrundlagen in den pazifischen Volkswirtschaften belasteten [44].

Der französische Verteidigungsspezialist Guillaume Ancel charakterisierte den Konflikt als "zone grise entre la guerre et la paix" [grey zone between war and peace] [Grauzone zwischen Krieg und Frieden] und argumentierte, dass keine Seite sich einen umfassenden Krieg leisten könne [21]. Der Forscher Thierry Coville von IRIS argumentierte, dass eine militärische Lösung für keine der beiden Seiten tragfähig sei, da beide Volkswirtschaften litten [21]. Russland und China legten ihr Veto gegen eine Resolution des UN-Sicherheitsrats zur Straße ein; der russische Gesandte Wassili Nebensja erklärte, Russland könne keinen Text unterstützen, der einen gefährlichen Präzedenzfall für das Völkerrecht schaffen würde, und der chinesische Botschafter Fu Cong sagte, der Entwurf spiegele nicht die Ursachen des Konflikts wider [47]. Irans UN-Botschafter Amir Saeid Iravani bezeichnete die Resolution als ein US-Projekt, das darauf abziele, das Opfer der Aggression zu bestrafen, und dankte China und Russland für ihr Veto [47]. Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, er und Premierminister Netanjahu hätten das Militär angewiesen, sich auf unabhängige Angriffe auf den Iran vorzubereiten [12].

Oman und der Iran setzten die diplomatischen Gespräche über Navigationsmechanismen für die Straße fort, wobei das iranische Außenministerium erklärte, die Gespräche mit Oman hätten aufgrund des US-Drucks auf Oman zu keinem Ergebnis führen können [5]. Das JMIC bekräftigte die Anweisung, dass eine erweiterte südliche Route in der Nähe von Oman für den Verkehr in beide Richtungen zur Verfügung stehe [5][11]. Trump erklärte die Waffenruhe für beendet, ließ aber die Tür für weitere Verhandlungen offen [3][29].