Der Flydubai-Flug FZ1073 von Dubai nach Tel Aviv machte am 30. September eine Notlandung auf dem Flughafen Tabuk in Saudi-Arabien, nachdem eine Auseinandersetzung im Cockpit beide Piloten verletzt und die Boeing 737 MAX 8 in weniger als 30 Sekunden fast 14.000 Fuß abstürzen ließ [2][7][8][12]. Das Flugzeug mit 174 Passagieren an Bord — die meisten von ihnen Israelis [11] — sendete über jordanischem Luftraum den Notfallcode 7700, gefolgt vom Entführungscode 7500, bevor es nach Tabuk auswich, wo es um 9:45 Uhr Ortszeit landete [3][13][26]. Beide Piloten wurden ins Krankenhaus eingeliefert, und die Passagiere wurden später mit einem Ersatzflug von Flydubai nach Israel zurückgebracht [21][26].

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte, ein Pilot habe den anderen niedergestochen und "apparently tried to crash the plane with everyone on board" [habe offenbar versucht, das Flugzeug mit allen an Bord zum Absturz zu bringen] [2][9]. Verteidigungsminister Israel Katz nannte den Vorfall "einen versuchten dschihadistischen Terroranschlag", der von Passagieren vereitelt worden sei, die den Kopiloten überwältigten [8][36], und der Minister für nationale Sicherheit, Itamar Ben-Gvir, beschrieb den mutmaßlichen Angreifer als Terroristen, der geplant habe, 180 Israelis zu töten [9][22]. Das israelische Außenministerium informierte Diplomaten, dass es sich um "einen versuchten Terroranschlag gegen Israelis, die Vereinigten Arabischen Emirate und die Abraham-Abkommen" gehandelt habe [12].

Flydubai erklärte, dass "an altercation occurred in the flight deck" [es zu einer Auseinandersetzung im Cockpit gekommen sei] und dass "the underlying reasons and motives behind this event are unknown and remain subject to a formal investigation" [die zugrunde liegenden Gründe und Motive dieses Vorfalls unbekannt seien und Gegenstand einer formellen Untersuchung blieben], und forderte alle Parteien auf, von voreiligen Spekulationen abzusehen [8][27][31]. Die Luftfahrtregulierungsbehörde der VAE, die GCAA, beschrieb den Vorfall als "a security incident that was brought under control" [einen unter Kontrolle gebrachten Sicherheitsvorfall] [7][28]. Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten erklärte, der Vorfall werde nicht als Entführung eingestuft und sei unter Kontrolle [6][27], und das israelische Verkehrsministerium bestätigte, die Umleitung sei auf einen "altercado entre la tripulación" [eine Auseinandersetzung zwischen der Besatzung] zurückzuführen [10].

Oppositionsführer Yair Lapid warf der Regierung "cheap politics" [billige Politik] vor und wies jede Verbindung zwischen dem Vorfall und einem Sicherheitsbriefing zurück, das er in der Nacht zuvor von Netanjahu erhalten hatte [2][34]. "Nothing even resembling this morning's plane incident appeared in the security briefing with the prime minister last night" [Nichts, das dem Flugzeugvorfall von heute Morgen auch nur ähnelt, kam in dem Sicherheitsbriefing mit dem Ministerpräsidenten gestern Abend vor], sagte Lapid [2].

Passagiere beschrieben einen plötzlichen Sinkflug. Almog Itali sagte, der Flug habe sich wie eine "rollercoaster" [Achterbahn] angefühlt und sei in weniger als zwei Minuten 17.000 Fuß gefallen [5][32]. Miryam Shira Ohayon sagte, "the co-pilot tried to murder the pilot and basically carry out a suicide attack on the plane" [der Kopilot habe versucht, den Piloten zu ermorden und im Grunde einen Selbstmordanschlag auf das Flugzeug zu verüben] [2][11]. Yaniv Hayun berichtete, er habe den Angreifer in einen Würgegriff genommen und vom Instrumentenbrett weggezerrt [12][43]. Asaf Rajuan sagte, er habe "without thinking, just running to save your daughter's life, your family's life" [ohne nachzudenken, einfach rennend, um das Leben deiner Tochter, das Leben deiner Familie zu retten] gehandelt [7][28]. Netanjahu würdigte den verletzten Kapitän, identifiziert als Smit Machchhar, einen indischen Staatsangehörigen, dafür, dass er sich trotz der Messerstiche gewehrt und die Cockpittür geöffnet habe, um den Passagieren den Zutritt zu ermöglichen [8][12]. Der indische Ministerpräsident Narendra Modi würdigte Machchhar als Helden, dessen Mut "helped save hundreds of lives" [half, Hunderte Leben zu retten] [8][28]. Zwei dienstfreie Flydubai-Piloten, die als Passagiere mitflogen — einer als Brite beschrieben — betraten das Cockpit und landeten das Flugzeug in Tabuk [12][42].

Die Nationalität des Kopiloten blieb in israelischen Medienberichten umstritten. Drei israelische Beamte identifizierten den Angreifer als omanischen Staatsangehörigen [11], während Channel 12 berichtete, die Piloten seien Russen und Ukrainer gewesen [19]. Das russische Konsulat in Dubai erklärte, unter den Piloten seien keine russischen Staatsbürger gewesen [19][44]. Der israelische Sender Channel 14 berichtete, der Kopilot sei Omaner und der Kapitän Emirati gewesen [40], während andere Darstellungen den Kapitän als Inder benannten [8][12].

Verkehrsministerin Miri Regev forderte die Aussetzung aller Flydubai-Flüge nach Israel und ersuchte die Zivilluftfahrtbehörde zu prüfen, ob die VAE ein bilaterales Luftverkehrsabkommen verletzt hätten, das von Piloten, die in Israel landen, Pässe aus Ländern mit diplomatischen Beziehungen zu Israel verlangt [1][6][37]. Regev bezeichnete die mutmaßliche Anwesenheit eines omanischen Piloten als Verstoß gegen das Abkommen und verlangte die Einbeziehung des Schin Bet [13][38].

Der Flughafen Tabuk erklärte, er habe um 8:44 Uhr einen Notruf empfangen, den Notstand ausgerufen, und das Flugzeug sei um 9:45 Uhr sicher gelandet, wobei beide Piloten verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert worden seien [26][27]. Das saudische Nationale Gremium für Verkehrssicherheit kündigte eine Untersuchung der Notlandung an [13][35]. Saudische Behörden nahmen den mutmaßlichen Kopiloten fest und verhörten ihn [2][11]. Nach Angaben zweier Sicherheitsquellen ersuchte Israel um Erlaubnis, Militärflugzeuge zur Rückführung der Passagiere zu entsenden, und Saudi-Arabien lehnte ab [21][46]. Die Passagiere verließen Tabuk um 17:40 Uhr mit einem Ersatzflugzeug von Flydubai [13][27].

Der Berater für Luftsicherheit Philip Baum sagte, der Vorfall zeige, dass "the insider threat is probably the greatest threat to civil aviation nowadays" [die Insider-Bedrohung heutzutage wahrscheinlich die größte Bedrohung für die Zivilluftfahrt ist], unabhängig davon, ob es sich um Terrorismus, einen Streit oder einen psychischen Zusammenbruch handelte, und wies darauf hin, dass seit dem 11. September mehr Menschenleben durch Pilotensuizid als durch Terrorismus verloren gegangen seien [2].

Netanjahus Sprecher Doron Spielman kündigte an, Israel werde die Identität jedes Piloten überprüfen, der in das Land fliegt, und Sicherheitskontrollen durchführen [7][15][28]. Mossad-Chef Roman Gofman ordnete eine eingehende Untersuchung des Hintergrunds des Kopiloten an und der Frage, ob Infrastruktur oder Steuerung hinter dem Vorfall standen [36]. Israelische Medien berichteten über eine Einschätzung von Kan, wonach der Angreifer ein Einzeltäter ohne Staat oder Organisation hinter sich gewesen sei [23].

Flydubai setzte für die Dauer der Untersuchung alle Flüge von und nach Israel aus [23]. Der israelische Außenminister Saar sagte, Israel und die VAE hätten gegenseitige Entschlossenheit bekundet, die Beziehungen zu stärken und gegen extremistische Elemente zusammenzuarbeiten [8][22]. Die Untersuchung des saudischen NTSC dauert an [13][35], und der Verdächtige befindet sich weiterhin in saudischem Gewahrsam [2][11].